Wie die Flöte zum Ersten Volk kam

Es war einmal, und das ist schon sehr, sehr lange her, daß in einem Dorf ein junger Mann lebte, etwa 12 oder 13 Jahre alt. Da er sehr kränklich und schmächtig war, paßte er so gar nicht zu all den anderen Kindern im Dorf. Er konnte nicht gut jagen und war viel zu langsam, wenn er beim Spielen polternd und alles zerbrechend durch die Wälder rannte und die Jagd störte. Und er war einfach nicht geschickt genug Werkzeuge oder Bögen herzustellen. Beim Arbeiten auf den Feldern bekam er immer einen Hautausschlag, besonders wenn er sich um die drei „Iroquois Schwestern“ kümmerte, nämlich um Mais, Bohnen und Kürbis. Deswegen wurde er immer gehänselt und beschimpft, was ihn sehr gehemmt und unsicher machte.

In diesem Dorf wohnte auch eine sehr hübsche Frau, die gerade im Alter ihrer Moon-Time 1) war. Alle Männer wetteiferten um ihre Aufmerksamkeit, aber – oje – sie war sehr wählerisch und ignorierte sie alle. Obwohl viele Männer dieses Dorfes und der benachbarten Dörfer um sie warben, gelobte sie auf den perfekten Partner warten zu wollen. Der junge Mann war ebenfalls sehr in sie verliebt, aber er wusste, daß er nie eine Chance haben würde von ihr beachtet zu werden.

Die meiste Zeit blieb er für sich, allein und verloren in einer Welt voller Ungewissheit. Aber er war in einem Alter, in dem Emotionen und Triebe seinen Körper beherrschten. Und so stellte er sich von Zeit zu Zeit vor, er sei ein großer Jäger, durchs Dorf stolzierend, oder kriechend und kletternd mit Bogen und Pfeil bereit zum Schuss, so als sei seine Jagdbeute gerade um die Ecke des nächsten Langhauses 2).

Oftmals dachte er, wenn er jagen spielte: „Könnte ich doch nur genügend Beute zurückbringen, um die Alten zu ernähren und den Jungen Essen zu geben, ich würde bestimmt das Herz meiner Liebsten gewinnen und mich selbst beweisen.“

Eines Morgens entschied er, daß es Zeit sei seinen Traum zu leben. Er nahm all seinen Mut zusammen und machte sich alleine auf in die Wildnis. Er packte etwas Brot und getrockneten Aal ein und brach auf zu einem Ein-Tages-Trip, um seine neu Erworbenen Fertigkeiten zu testen. Kurze Zeit später erspähte er den größten Elch, den er je gesehen hatte, einen 12-Ender, der groß und stolz in Mitten einer stillen Wiese stand, Dampfschwaden durch seine Nüstern in den morgendlichen Nebel stoßend. Er war der Fürst dieses Waldes. Der Junge schlich leise bis an den Rand der Lichtung, zog einen Pfeil aus seinem hirschledernen Köcher, zog die Rohledersehne seinen Bogens aus Eschenholz (der selbe Bogen, der bei vielen Jagden benutzt wurde und der ihm über seinen Vater vom Großvater, der ein Meister des Jagens des Turtle Clans war, vererbt wurde; schlank, perfekt mit Truthahnfedern geschmückt, geglättet und aus einem geraden Ast gemacht). Gerade als er seinen Arm zurückzog, um sein Ziel anzuvisieren, brüllte der Elch so, daß die Äste  der benachbarten Bäume geschüttelt wurden, sprang auf und verschwand im Dickicht. Wie Du siehst sind Elche sehr schlau, er sah den Jungen mit dem Bogen im Anschlag sofort. Der Junge sprang daraufhin aus seiner Deckung und folgte dem Elch in den Wald. Und wieder entdeckte der Junge den Elch auf einer anderen Lichtung. Er durchging den gesamten Prozeß des Pfeileinlegens noch einmal, und als er gerade fertig war, stieß der Elch ein mächtiges Gebrüll aus und verschwand leise. Dies geschah immer und immer wieder und jedes Mal folgte er dem Elch, der ihn tiefer und tiefer in den Wald führte, bis er sich, total konzentriert auf seine Beute, hoffnungslos verlaufen hatte. Außerdem wurde es zunehmend dunkler; es wurde Abend, der bald zur Nacht wurde. Hungrig, erschöpft und frustriert legte er sich unter eine große Kiefer und fiel in einen tiefen Schlaf.

Am nächsten Morgen überprüfte er seine Lage von allen Seiten und durchsuchte die Umgebung nach dem großen Elch, konnte ihn aber nirgends finden. Schon bald erkannte er, daß er nicht wußte in welcher Richtung sein Zuhause lag, und er wurde ein wenig panisch. Diese Panik schob er schnell beiseite und er erinnerte sich was seine Ältesten ihn gelehrt hatten. An alles konnte er sich erinnern; wie man Feuer macht; welche Pflanzen, Beeren und Blätter eßbar sind, welche giftig sind und welche sich als Medizin nutzen lassen; wie man ein gemütliches, wasserdichtes und sicheres Ojibwa-Zelt 3) aus Zedernholzstämmen, den inneren Teilen der Zedernrinde für die Schnüre und der Rinde der Birke zum Abdecken baut. Und so, ohne viel Aufstand zu machen, begann er den Bau seines eigenes Camps und bereitete sich auf einen längeren, als erwarteten, Aufenthalt vor. Außerdem war es gar nicht so schlimm hier draußen allein zu sein.

Man würde ihn nicht länger belächeln oder hänseln und er konnte mit ein wenig Vorbereitung und der Hilfe des Schöpfers Herr über sein eigenes Reich sein.

Einige Monate waren vorüber gezogen, und der Bursche hatte es ganz gut gemacht. Er war überrascht über sich selbst. Aber er fühlte sich sehr einsam, und in seinem Morgenopfer aus Gras, Salbei, Zedernholz und Tabak, erzählte er dem Schöpfer von seinem Leiden und fragte, ob Er etwas dagegen tun könne.

Erneut wandelte sich der Tag zur Nacht und die Nacht zum Tag und mit dem neuen Morgen kam der mächtige Nordwind ... aber er blieb weiterhin allein. Es war gegen Mitte des Nachmittags, als der Junge ein unheimliches Pfeifen aus der Spitze einer Gruppe von Zedernbäumen, die den östlichen Rand seines Lagers bildeten, hörte. In einigen Bereichen der Baumgruppe reichten die unteren Äste bis zum Boden, saftig und voller Leben, aber auf der nördlichen Seite, die Seite, die mit dem starken Wind zu kämpfen hatte, ragten die Äste schwach, dürr, gerissen und gebrochen in alle Richtungen. Es sah aus, als ob jemand den Bereich frei gemacht hätte, um die Spitzen dieser Bäume in prachtvolle, grüne Kronen zu verwandeln. Als der Wind langsam nachließ, spielte der pfeifende Ast eine Symphonie unterschiedlicher Klänge. Einige Töne waren hart für die Ohren, andere lieblich zur Seele und einige ... geradezu unheimlich. Es dauerte eine Weile bis er den „melodischen“ Ast ausgemacht hatte, aber nachdem er ihn gefunden hatte, betete er und opferte ein wenig Tabak an die Mutter dieser Zedern Kolonie. Dann kletterte er vorsichtig zu der Klangquelle und schnitt den hohlen Ast ab. Er war sehr glücklich, daß Er, obwohl Er ihm keinen Freund sandte, ihm etwas schickte, daß er sehr liebte ... die Gabe der Musik. Aber als er zum warmen Lagerfeuer zurückkehrte, war er nicht in der Lage, unabhängig davon wie sehr er sich bemühte und wie hart er blies, den verdorrten Zweig zum Singen zu bringen. Frustriert warf es den Zweig zur Seite und beschäftigte sich mit anderen Dingen, um seinen Ärger zu besänftigen. Es dauerte nicht lange bis der Tag zur Neige ging und er einschlief.

Am nächsten Morgen erwachte er wegen eines lästigen tap ... tap ...tap ... tap, welches aus dem oberen Mittelteil einer alten Eiche kam. Der Klang schallte durch die Wipfel der Bäume und wirbelte durch die frühe Luft direkt in sein Gehirn, so als ob jemand mit den Knöcheln über die Innenseite seines Schädels reibt. Er sprang auf, immer noch halb in seiner Traumwelt, rieb sich den Schlaf aus den Augen, und begann nach der Quelle der rücksichtslosen Störung zu suchen. Schnell beruhigte er sich, als er sah daß letztlich der Schöpfer sein Gebet beantwortet hatte und ihm einen kleinen Vogel geschickt hatte. Der Vogel merkte scheinbar nicht welchen Lärm er erzeugte und machte in regelmäßigen Abständen weiter sein tap ... tap ...tap ... tap in dem Baum, in einem unrhythmischen Muster, während er glücklich von Ast zu Ast sprang.

Der Junge rief sofort ein freudiges „Hallo“. Daraufhin unterbrach der Vogel sein Tun und flog ohne Zögern oder Furcht irgendeiner Art nach unten und setzte sich auf die Schulter des Jungen. Der Junge begann mit einem einseitigen Gespräch, was den Vogel in keiner Weise störte. Der Vogel blieb zufrieden sitzen und schien zuzuhören, als ob er jedes Wort verstand. Der Junge sprach zusammenhangloses Zeug, wieso er hier hängengeblieben sein, von dem großen Elch, seiner Unterkunft und wie stolz er sei alles selbst gebaut zu haben. Er jammerte über alles und jedes von der Zeit an, als er hier ankam bis zu dem gestrigen Tag. Als er letztendlich zu der Geschichte mit dem singenden Zweig kam, ging er ihn aufzuheben und hielt ihn dem Vogel hin, damit er ihn sehen konnte. Sofort sprang der kleine Vogel auf den Ast und begann Holz in der Nähe des Endes wegzupicken. Sehr zum Erstaunen des Jungen, pickte der Vogel durch den Stock in den Hohlraum, drehte sich dann auf dem Stock horizontal um 180 Grad und pickte dort ein weiteres Loch. Dann nahm er seine scharfen Krallen und kratzte einen schmalen Kanal von einem Loch zum anderen. Der Junge stand da in Ehrfurcht, während sein gefiederter Freund arbeite. Als dieser seine Arbeit abgeschlossen hatte, sprang er zurück auf seine Schulter. Der Junge fragte den Vogel, warum er das getan habe. Scheinbar verstehend deutete der Vogel mit seinem Kopf auf das entstandene Ende des Astes. Ohne Sprache verstand der Junge, daß der Vogel wollte, daß er erneut hinein blasen solle ... was er tat. Aber so sehr er es auch versuchte, der einzige Klang, der zu vernehmen war, war das Rauschen seines eigenen Atems beim Verlassen der neu gemachten Löcher. Noch einmal sprang der Vogel von seinem Platz auf der Schulter auf den Stab und brach mit einem kräftigen Stoß ein Stück von einem der Löcher ab, so daß eine Schräge in der Richtung des Mundstückes der Röhre entstand. Dann hockte sich der Vogel über das erste Loch und verdeckte mit seinem Körper teilweise den ausgekratzten Bereich, legte seine Beine und Federn dicht um die Ränder und hielt sich so fest er konnte. Mit dem Kopf deutend forderte er den Jungen auf noch einmal zu blasen. Als er das tat, wehte ein wunderschöner Ton durch den sonnen- durchschienenen Wald. Der Junge blies in das Ende des Astes und ein weiterer Ton entströmte ins Universum. Noch einmal blies er, diesmal fester, und ein kreischendes Quietschen war zu hören. Er hatte gelernt, daß nicht mehr Luft nötig war den Ast zum Singen zu bringen, als er auch beim normalen Sprechen verbrauchte. Er erkannte auch, daß der kleine Vogel müde wurde sich so festzuhalten. Deshalb ersetzte er den Vogel mit einem Stück Holz, daß er mit einer Sehne über der Öffnung befestigte. Er war so glücklich, daß sein Holzstück als Ersatz für den Vogel funktionierte, daß er den gleichen melodiösen Ton immer wieder spielte, und dabei tanzte er um seinen Lagerplatz. Der Vogel selbst war so glücklich, daß er höher und höher flog und sich dabei am Kopf einen Sonnenbrand einfing, was in dort rot verfärbte. (Wir alle wissen um was für einen Vogel es sich handelt, oder! 4)) Nach einer Weile wurde es dem Jungen langweilig immer nur den einen Ton zu spielen. Deshalb fragte er den Vogel, ob er ihm nochmals  helfen könne. Der Vogel flog auf den Ast, und wo immer sich ein Finger des Jungen befand, pickte er ein Loch, bis es sechs waren. Als der Junge seine Finger hob und blies, war ein anderer Ton zu hören. Den Rest des Tages verbrachte er damit mit blasen, Finger heben, blasen, Finger heben, tanzen und lachen. Bis in die Nacht hinein erklangen die Töne, bis Schlaf die einzige Option war. 

Am nächsten Morgen, bei seiner persönlichen Sonnenaufgangs  - Zeremonie, dankte er dem Schöpfer für das wunderbare Geschenk und die Gesellschaft durch  den kleinen Vogel.  Er versprach das kleine Stückchen Holz dem Vogel zu widmen, „The Bird“ 5) (der Vogel) genannt. Das einzige das er bedauerte, war, daß er nicht wußte wie er mit diesem wundervollen Geschenk anderes als zufällige Noten spielen konnte.

Und so ... das ist es, was der Schöpfer ihn anwies...

Vom ersten Neumond bis zum ersten Vollmond geh ins Land und spiele die Baumkronen. Ist der Baum hoch, spiel einen hohen Ton. Ist der Baum niedrig, spiel eine tiefe Note … sind es drei Bäume in einer Reihe, zähle drei Schläge … bei zwei Bäumen, zwei Schläge. Schüttelt der Wind die Äste, spiel den Wind ... hart oder weich. Verändere Deinen Standort, Deinen Blickwinkel und die Noten werden kommen ... die Bäume haben immer gute Musik und sind niemals falsch ... vertraue darauf.

Vom nächsten Neumond bis zum dann folgenden Vollmond, folge mit Deinem Atem dem Flug Deines Freundes. Fliegt er hoch, spiele einen hohen Ton. Fliegt er niedrig, spiele einen tiefen Ton. Fliegt er schnell, folge seiner Geschwindigkeit. Wird er langsamer, wirst auch Du langsamer. Wenn er zwitschert und sich dreht, versuche das Gleiche mit Deinen Tönen. Folge Deinem Freund. Ich gab Dir seinen Flug, damit Du ihn spielst ... vertraue darauf.

Und am letzten Tag des Vollmonds gehe nachts auf eine Deiner Wiesen und schließ Deine Augen. Betrachte die Bäume und beobachte die Vögel mit Deinen Gedanken. Öffne Dein Herz und warte um zu hören was es sagt. Es ist niemals falsch. Immer ... vertraue darauf.

Der Junge tat genau wie der Schöpfer ihn beauftragte und mit der Zeit war er fähig jede Note, die er wollte zu jeder Zeit zu spielen.

Er konnte schneller werden, wenn nötig. Er konnte weicher spielen, wenn die Gefühle demnach waren. Er konnte laut und klar spielen. Er vertraute den Worten des Schöpfers und spielte immer aus dem Herzen. An das was er spielte konnte er sich mit erstaunlicher Genauigkeit erinnern und es wiederholen. Schließlich gab es nichts Neues ... es war immer genau richtig aus seinem Herzen. Er hatte die Bedeutung von des Schöpfers Musik gelernt ... und er vertraue seinem Herzen.

Ein paar Tage oder Monate später (wer weiß das schon so genau), begann sich der Junge wieder einsam zu fühlen. Er hatte seinen Freund, sein Geschenk, aber er vermisste seine Familie sehr. In einem weiteren Gebet dankte er dem Schöpfer für alles und fragte ihn, ob er ihm den Weg nach Hause zeigen könne. Er fühlte, daß er jetzt bereit sei zurück zu kehren. Die gemeinen Dorfbewohner fürchtete er nicht mehr. Der Schöpfer gab dem Vogel die Wegbeschreibung und wies den Vogel an den Jungen nach Hause zu führen. Alles was der Junge musste, war dem Vogel auf dem vom Schöpfer versprochenen Weg durch den Wald zu folgen. So würde es nicht lange dauern bis er bei seinen Leuten war, aber nicht alles sei wie er es erwarten würde. Er war eine lange Zeit abwesend gewesen und das Leben würde sich ändern wie es müsse.

Er spielte, als er ging, und er ging, wie er spielte und er spielte seinen Weg.

Er war zwei volle und einen Teil des nächsten Tages unterwegs, als der Junge und der Vogel auf einer Lichtung außerhalb des Dorfes ankamen. Auf den nahegelegenen Feldern, die das Dorf umgaben, sah er die Mütter, welche ihre Babys in Cradle Boards 6) angegurtet hatten, gebückt auf den Feldern Unkraut jäten, Getreide ernten und sich um die Pflanzen kümmern. Durch die Lücken und Unterbrechungen in den Umzäunungen konnte er seine Oma, seinen Opa und seine Mutter sehen. Sie sahen alle viel älter aus. Aber er konnte seinen Vater nicht finden, obwohl doch die Jagdsaison noch nicht begonnen hatte. Er sollte dort bei seiner Mutter sein. Er konnte die anderen Jungen und Mädchen sehen, wie sie im Zentrum des Platzes spielten. Einige erkannte er, andere nicht. Er sah die wunderschöne Frau, die sogar noch schöner geworden war, als er es sich vorstellen konnte. Er sah den jungen Mann in ihrer Begleitung, der jedem ihrer Schritte, Bewegungen und Nuancen ihre Gesten und Blicke folgte.

Dann erinnerte er sich an die Worte des Schöpfers. Alles ändert sich, wie es muß. Was, wenn sie alle glaubten er sei tot, über seinen Verlust trauerten und dann glücklich weiter lebten? Er fragte sich, ob sein Vater noch lebte, oder das Dorf verlassen hatte. Gedanken ... schreckliche Gedanken ... rasten durch seinen Kopf wie der große Elch durchs Unterholz. Aus der Erkenntnis, daß er vielleicht zu spät käme, sein Vater nicht mehr zurück käme, nahm er seinen Stock aus dem Gürtel und begann ein sehr trauriges Lied zu spielen. Es war ein Lied, das seinem gebrochenen Herzen entstammte, von seiner Seele ausgestrahlt wurde, aus anhaltenden Klängen gemacht, die das Universum in Fetzen des Unglücklichsein riß.

In seinem Kummer merkte er nicht, daß die Klänge zu den Ohren aller, die in der Nähe waren, getragen wurden. Die Leute konnten nicht entscheiden, ob die Klänge Elend oder Trauer ausdrücken, sondern sie schätzten die Klänge als schönen und wunderbaren Ausdruck des Lebens.

Die erste Person, die auf die Lichtung kam, war die schöne Frau. Sie war entzückt von den Resonanzen, der Klangfarbe und dem Ton und war erstaunt, als sie den Jungen erkannte, der sich nach all den Monaten zu einem gesunden, gut gebauten und sehr gut aussehenden Mann gewandelt hatte. Ein Mann, der allein auf sich gestellt für sich selbst sorgen und sich selbst verteidigen konnte. Ein Mann, der Respekt und Ehre verdient. Ein Mann, der ein wunderbares Geschenk zu den Leuten brachte. Als sich ihre Blicke trafen, begann er direkt für sie zu spielen ... zu ihrem Geist, ihren Gefühlen, ihrem Wesen ... zu ihrem Herz. Sie hatte keine andere Wahl, als direkt und tief in Liebe zu ihm zu fallen. Er war der perfekte Partner, auf den sie so lange gewartet hatte, um mit ihm zu sein. Die Töne wandelten Verletzt sein in Glücklich sein, Sehnsucht in Liebe, in einem Atemzug ... in einem Herzschlag.

Der Mann wurde freudig und glücklich im Dorf willkommen geheißen und die Leute versammelten sich um zu feiern. Er erneuerte alte Freundschaften und gewann neue. Vor allem gewann er die Achtung eines jeden, der seine Geschichte hörte. Er erntete den Respekt der Menschen in allen Dörfern zu denen man wandern konnte. Schließlich war er erfolgreich, wo andere gescheitert waren ... er gewann das Herz der schönsten Frau im ganzen Land.

Aus diesem Grund wird die Flöte auch „The Native Healing Flute“ und „Love Flute“ (heilende Flöte oder Liebesflöte) genannt.

Seit diesen Tagen muß jeder Mann, der das Herz der schönsten Frau der Welt gewinnen will, eine eigene Flöte bauen und ihr ein Lied von der Liebe spielen, das direkt vom Herzen kommt. Wenn die Frau dieses Lied mag, wird sie geloben immer ihn zu gehören. Falls nicht, nun ja ... Pech gehabt ... Zeit eine neue zu bauen.

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1) Moon-Time ist die besondere Zeit, wenn aus einem Mädchen eine Frau wird.

2)  Langhaus (Wohngebäude)

Das Langhaus ist eine langgestreckte Hausform, in der eine oder mehrere Familien zusammenleben können; je nach Kultur kann es sich auch um Wohnstallhäuser handeln. Dabei bezeichnet der Begriff mehrere ansonsten nicht oder nur entfernt verwandte Haustypen. Ein Haus dieses (Unter) - Typs bleibt auch dann ein Langhaus, wenn es zufällig nicht sehr lang ist und eben nur die für den Haustyp entscheidende Bauweise oder innere Organisation aufweist.

3) Ein Wigwam, Ojibwa, war ein rundes Gebäude mit einer runden Spitze. It was made from tree logs covered with hide, and then covered again with bark. Es war aus Ästen von Bäumen hergestellt und mit Fell und danach mit Rinde bedeckt. Some were quite large - about 6 feet long. Einige waren ziemlich groß - ca. 6 Meter lang.

4) Es handelt sich um den Buntspecht

5) wird auch „Block“ oder „Eagle“ oder „Fetisch“ genannt

6) Das Wiegenbrett (engl. Cradle Board) ist eine Tragevorrichtung für Säuglinge, und wurde besonders bei den Indianern Nordamerikas benutzt. Das Wiegenbrett wurde auf dem Rücken getragen, seitlich ans Pferd gehängt, im Tipi und Wigwam an Stangen befestigt, oder einfach aufrecht stehend irgendwo angelehnt. Es hatte die Form einer festen Tasche, die nur den Kopf und manchmal die Arme des Babys frei ließ. Das Wiegenbrett war im Rückenteil hinter dem Kopf gepolstert und mit Federdaunen, Moos, weichen Tierhäuten oder Baumwolle gefüttert. Je nach Stamm bestanden Wiegenbretter aus verschiedenartigen Materialien und hatten unterschiedliche Formen. Wiegenbretter bewahrte man in der Familie auf und verwendete sie immer wieder. Sie galten bei manchen Stämmen als heilig. Häufig schnitzte man die Zahl der Babys, die in ihr getragen worden waren, als Kerben hinein. Normalerweise blieb ein Baby etwa ein Jahr lang in der Wiege oder so lange, bis es laufen konnte. Starb das Baby jedoch, so wurde das Wiegenbrett häufig mit ihm bestattet.